Plötzlich Führungskraft – und jetzt? Ein Leitfaden aus dem Führungskräfte-Coaching

Es ist DER Karriereschritt, auf den du so lange hingearbeitet hast. Endlich ist es so weit: Du wurdest zur Führungskraft befördert, oder hast ein entsprechendes Angebot vorliegen und musst jetzt entscheiden, ob du die neue Rolle annimmst. Aber was bedeutet das für dich, für dein Team und deinen Arbeitsalltag? Was ändert sich und wie geht es weiter?

Dieser Leitfaden für neue und angehende Führungskräfte mit Impulsen aus dem Führungskräfte-Coaching soll dir dabei helfen, den wohl herausforderndsten Schritt deiner Karriere souverän zu meistern.

Business Coach und Klient im Gespräch während eines entspannten Spaziergangs im Park (Walk and Talk).

„Bin ich als Führungskraft geeignet?“

Eine der ersten Fragen, die dir vermutlich in den Kopf kommt, ist die nach deiner Führungspersönlichkeit. „Muss ich mich nun anders verhalten, weil ich befördert wurde?“. Ganz klar ist die Antwort hier: Nein! Schließlich haben deine Persönlichkeit und die Qualitäten, die du mitbringst, dich genau an diesen Punkt gebracht. Sie sind der Grund dafür, dass du für die Rolle als Führungskraft ausgewählt wurdest. Weder Überheblichkeit durch deine neue Position noch Selbstzweifel wegen der wachsenden Verantwortung sollten dein Verhalten gegenüber deinen Mitarbeitern und Vorgesetzten nun verändern.

Eine Frage lohnt es sich aber durchaus zu überdenken – nämlich die nach deiner Wirkung auf deine Mitmenschen. Dein Impact auf andere, im privaten und beruflichen Umfeld, ist ein wichtiges Indiz dafür, dass du geeignet bist ein Team zu leiten.

Wer als Führungskraft Ruhe ausstrahlen möchte, braucht zuerst Selbstwirksamkeit: Die Kenntnis deiner eigenen Fähigkeiten, kombiniert mit dem Wissen, wann du sie einsetzt, gibt dir alle Werkzeuge an die Hand, die du für deine Führungsaufgabe benötigst. Wenn du bereits eine Selbstwirksamkeit entwickelt hast, kommt sie jetzt zum Einsatz. Solltest du dir über deine Selbstwirksamkeit noch unsicher sein, kannst du sie durch ein Führungskräfte-Coaching stärken.

Wenn diese beiden Punkte abgehakt sind, bleibt nur noch eine Empfehlung: Bleib bei dir, bleib dein authentisches Selbst und vertraue auf deine Stärken, auch in dieser neuen Rolle.

„Wie finde ich meinen Führungsstil?“

Wahrscheinlich hast du bereits über verschiedene Führungsstile gelesen und fragst dich nun, wo du dich als Führungskraft auf der Skala von autoritär bis hin zu laissez-faire einordnen sollst. Die Debatte um die verschiedenen Führungsstile, ob und wie sie im Führungsalltag Anwendung finden, ist so alt wie das Thema an sich. Lass es mich daher einfacher machen: Du brauchst keine Überschrift für deinen Führungsstil und kein Label, das dein Verhalten gegenüber deinen Teammitgliedern beschreibt.

Im Führungskräfte-Coaching ermutige ich meine Klienten dazu, ihren eigenen, persönlichen Führungsstil zu entwickeln. Dieser zeigt sich von ganz allein in deiner Arbeit – vor allem erst einmal darin, wie du Aufgaben delegierst und mit deinem Team kommunizierst. Beim Delegieren und Kommunizieren kommt dein Führungsstil am deutlichsten zum Vorschein. Er wird beeinflusst durch deine Fachaufgaben und deine Persönlichkeit und kann sich im Laufe der Zeit entwickeln und verändern.

Und was ist mit dem omnipräsenten „Du brauchst mehr Ellbogen als Führungskraft“? Naja, das kennt man ja. Meine Empfehlung ist immer, darauf zu achten, WER das zu einem sagt und zu prüfen, ob er oder sie nicht nur seine eigene (Nicht-)Karriere erklären möchte – oder warum er oder sie das vielleicht sogar muss. Ich rate immer dazu, fachlich mehrere Rollen übernehmen zu können, dabei aber persönlich immer bei sich und seinen Werten und damit authentisch zu bleiben. Dann ist man sich selbst und wirkt. Und wenn man wirkt, dann kann man schmunzeln über die „Ellbogen-Ratschläge“.

individualcoaching, junge Führungskraft im Führungskräfte-Coaching

„Welche neuen Aufgaben kommen für mich hinzu?“

Eine bedeutende Kernaufgabe für dich als Führungskraft ist, das Potenzial deiner Mitarbeiter zielgerichtet bestmöglich zur Entfaltung zu bringen, damit sie auf gesundem Weg dauerhaft gute Leistungen abrufen können und ihr als Team eure Ziele erreicht.

Doch wie gelingt dir das?

  • Übertrage deinen Mitarbeitern ihren Stärken entsprechende Aufgabenblöcke.
  • Delegiere Fachaufgaben immer kombiniert mit einer inhaltlichen und zeitlichen Ziel-Erwartung.
  • Empowere deine Mitarbeiter nachhaltig.
  • Schaffe eine positive Leistungskultur.
  • Agiere konsequent.
  • Gewähre angemessene Handlungs- und Entscheidungsspielräume, damit deine Mitarbeiter möglichst eigenverantwortlich arbeiten können.
  • Gib ihnen konstruktiv Feedback, damit sie wissen, was sie gut machen und damit sie sich dort weiterentwickeln können, wo Bedarf dazu ist.
  • Kommuniziere all das klar und wertschätzend gegenüber deinen Mitarbeitern.
 

Dabei können unterschiedliche Teammitglieder unterschiedliche Bedürfnisse haben. Manche brauchen mehr Struktur, andere mehr Freiheiten, um ihre besten Ergebnisse abzuliefern. Leistungsorientierte Diversity in der Personalführung bedeutet eine individuelle Vorgehensweise in der Führung, abgestimmt auf das Team im Ganzen und jeden Mitarbeiter im Einzelnen sowie auf die jeweilige Situation, in der sich das Team und der Mitarbeiter befindet.

Anfangs ist gerade das Delegieren von Aufgaben und das Führen von Mitarbeitergesprächen sehr ungewohnt, doch mehr und mehr wächst du in diese Führungsrolle rein und auch mit ihr. Als Führungskraft musst du auch verstärkt alleine Entscheidungen treffen und diese durchsetzen, was zumindest am Anfang eine Herausforderung ist – vor allem auch bei Personalentscheidungen gegenüber deinem Team.

Deine Fach- und Führungsaufgaben werden dich von Zeit zu Zeit in herausfordernde Situationen bringen. Doch auch wenn deine berufliche Rolle in solchen Situationen klar ist, kannst du immer noch bestimmen, welche Werte und Grundsätze dein Handeln leiten und welches Gefühl du als Person bei deinen Mitarbeitern hinterlassen möchtest, insbesondere dann, wenn du Mitarbeitern schwierige Entscheidungen übermitteln musst.

Es ist dir zu wünschen, dass du immer mehr Führungswirkung entfaltest und dadurch Ruhe einkehrt, da zunehmend Automatismen deinen Führungsalltag und den Alltag deiner Teammitglieder prägen und es zwischen dir und deinem Team stimmt. Wenn all das, was neu dazukommt, gelingt, hast du erfolgreich Führungsgeschick entwickelt.

„Was ändert sich in meinem Berufsalltag?“

Wenn du eine Führungsposition annimmst, wird zum einen deine Facharbeit bedeutender, vor allem aber kommt noch die Personalführung hinzu. Gerade in den ersten Wochen und Monaten nehmen deine neuen Führungsaufgaben im Arbeitsalltag viel Raum ein, bis sich Automatismen bilden, die den Aufwand mit der Zeit reduzieren.

Durch die neuen Aufgaben, die du als Führungskraft übernehmen musst, wird dein Workload zu Beginn stark zunehmen. Daher ist es gerade in der Anfangsphase besonders wichtig, den Fokus auf deine Ressourcen zu richten und deine Resilienz zu stärken. Du wirst lernen, Mechanismen zu entwickeln für den Umgang mit deinem höheren Workload und Maßnahmen zu ergreifen, um diesen zu regulieren.

Auf einmal stehst du mittendrin: Du trägst die Führungsverantwortung für dein Team und die Erreichung eurer Ziele. Auch musst du dich rasch in dem komplexen Geflecht aus Mitarbeitern, Kollegen, Chefs und weiteren Anspruchsgruppen zurechtzufinden. Alles in allem eine große Herausforderung, die dich insbesondere als neue Führungskraft viel Energie kosten wird. Indem du dir bewusst machst, was dir Kraft zurückgibt, entwickelst du Maßnahmen, um gegenzusteuern, wenn es drauf ankommt. Beruflich ist das ein unternehmensinternes und -externes Netzwerk, auf das du zurückgreifen kannst, wenn du es brauchst. Privat sind es deine Familie und Freunde, aber auch Bewegung, Musik, Sport, ehrenamtliches Engagement oder vielleicht bei dir wiederum auch ganz andere Dinge.

Mit der Zeit wirst du merken, wie du dich in deiner neuen Rolle immer wohler fühlst, die Ruhe zurückkehrt und sich deine Work-Life-Balance wieder einstellt.

Das ist der Moment, in dem du merkst: „Ich bin angekommen als Führungskraft!“

Dein Führungskräfte-Coaching als Unterstützung in Phasen des Umbruchs

Du möchtest als Führungskraft Wirkung und Führungsgeschick entwickeln, indem du Routinen für dich und dein Team etablierst, aber weißt nicht genau, wie? Im Führungskräfte-Coaching begleite ich dich gerade auch in dieser Startphase als Führungskraft und unterstütze dich dabei, damit du dich in deiner neuen Rolle erfolgreich einfindest und zunehmend Wirkung und Führungsgeschick entfaltest. Du bekommst bei mir eine individuelle, persönliche Unterstützung für diese herausfordernde Phase.

Wie unterscheidet sich ein Führungskräfte-Coaching von einem unternehmensinternen Mentoring-Programm? Manche Unternehmen stellen ihren Führungskräften Mentoren zur Seite, die sie auf ihrem neuen Karrierepfad begleiten und betreuen. Während sich ein Mentoring-Programm stark am Unternehmensleitfaden orientiert („Was wird in unserem Unternehmen von einer Führungskraft erwartet?“), hat das Führungskräfte-Coaching einen persönlicheren Ansatz und widmet sich der Frage: „Was brauchst DU als Führungskraft, um Wirkung und Führungsgeschick zu entwickeln?“.

Vereinbare jetzt dein kostenloses Erstgespräch und hole dir die Unterstützung, die dich sowohl beruflich als auch persönlich wirklich voranbringt.

Bist du bereit für den nächsten Schritt in deiner Karriere?

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